Paris Urban Lounge - Exhibition Pavilion Freeform Structures mit ALUCOBOND®

ALUCOBOND® neu interpretiert: An der École Supérieure d´Architecture Paris-Malaquais fand in „La Chapelle“ vom 14.02. bis 18.02. der Workshop „Paris Urban Lounge – Exhibition Pavilion freeform structures“ statt. Studenten aus Deutschland, Frankreich und USA entwarfen Pavillionstrukturen auf dem Prinzip des Penrose Muster. Nach einer Einführung der Studenten in die Bearbeitung von Aluminium-Verbundplatten in der ALUCOBOND® Schulungswerkstatt in Singen werden nun die studentischen Entwürfe mit dem Fassadenwerkstoff ALUCOBOND® vorgestellt.

 

Projektvorhaben

 

Das Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) in Stuttgart und das in Paris gelegene GSA-Labor an der Ecole Nationale Supérieure d’Architecture (ENSAPM) Paris-Malaquaissind sind beide mit der Forschung und Entwicklung von Spezialstrukturen und optimierten Geometrien beschäftigt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Interaktion von architektonischen, geometrischen und strukturellen Aspekten sowie der Verwendung von neuen, leistungsfähigen Bau- und Verbundstoffen.

 

Anlässlich der AAG-Konferenz (Advances in Architectural Geometry) im September 2012, werden eine Reihe von “Urban Lounges” im Rahmen eines gemeinschaftlichen Designprojektes unter Beteiligung von Studenten aus Paris, Stuttgart und New York entwickelt, die als Pavillon-Blickfang für Innenausstellungen dienen sollen. Das Projekt wird von ITKE, ENSAPM, Columbia University New York und der Politecnico di Bari mit organisiert.

 

Die Pavillons werden modular auf der Basis von Penrose-ähnlichen gefalteten oder geschwungenen 3-D Elementen aufgebaut. Dafür müssen die beteiligten Studierenden komplexe Lösungen für dreidimensionale Module und deren Aufbaumuster entwickeln.
Zu den Aktivitäten gehört die Zusammenarbeit der Teilnehmer aus Stuttgart, New York und Paris im Rahmen eines Workshops, was wiederum die Gelegenheit bietet, über die Arbeitsweise und Atmosphäre der Partnerinstitute und deren Studierende Näheres zu erfahren.

 

Die Umsetzung der Projektvorschläge erfolgte während einer arbeitsintensiven Workshop-Veranstaltung in Paris Mitte Februar 2012. Dabei wurden Strukturen mit ALUCOBOND® Modulen verwirklicht, zwei weitere Module aus den Leichtschaumstoffplatten Kapa® skizziert und das Ganze von Möbeln aus 3D-verformten DIBOND® Elementen umrahmt. Die Pavillonkonstruktionen wurden unter dem historischen Glasdach des berühmten Palais des Études der École des Beaux-Arts im sechsten Arrondissement in Paris oder an der ENPC (École des Ponts) in Marne-la-Vallée im Februar zusammengebaut. Die Konstruktionen sollen im September während der AAG-Konferenz zum Einsatz kommen.

 

Projektbeschreibung

 

Die grundlegende Idee hinter dem Design der Pavillons besteht darin, verschiedene dreidimensionale „Kacheln“ oder „Module“ zu entwickeln und zu benutzen, die später miteinander verbunden werden sollen, um daraus eine einfache oder doppelt gebogene Struktur zu bilden. Diese Pavillon-ähnliche Struktur kann entweder eine geschwungene Wand oder ein geschlossener gewölbter Pavillon sein.  

 

Die Module sind so konzipiert, dass deren Geometrien auf unterschiedlichste Art und Weise miteinander kombiniert werden können, um eine Reihe verschiedener Aufbaumuster zu kreieren. Ein solches Prinzip wird beispielsweise für die sogenannten Penrose-Muster (nach Sir Roger Penrose benannt) angewandt, bei denen bestimmte Grundformen zu vielen verschiedenen Mustern zusammengefügt werden könnten. Dieses Prinzip soll bei dem Pavillon auf dreidimensionale Module angewandt werden, um daraus geschwungene Aufbauten zusammenzubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Prinzipien der Penrose-ähnlichen Module und deren verschiedenen Montagemöglichkeiten vollzogen bzw. mit anderen Techniken kombiniert werden, wie z.B. Tessalationmuster, Falten, Biegen, Zusammenfügen etc. Die entworfenen und produzierten Module wurden während des Workshops dazu benutzt, um zu verschiedenen Muster zusammengebaut zu werden, um damit einen Pavillon oder eine Trennwand zu bilden.

 

Penrose Muster

 

Penrose-Muster, wie man sie hier nennen darf, bedeutet die quasi-periodische Parkettierung von Flächen. Dieses Prinzip kennt man von islamischen Kachelmustern oder von britischer dekorativer Kunst aus dem 19. Jahrhundert.  R. Penrose, N. G. de Bruin und M. Gardner haben wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt, um diese Art Tesselation mathematisch zu beschreiben.

 

Verschiedene zugrunde liegende Musterraster (z.B. Penta-Raster) sowie mosaikähnliche Module (z.B. Pfeile und Drachen und verschiedene Rhombi) können angewandt werden, um parkettierte Muster zu erzeugen. Eine sehr wichtige Voraussetzung für das Zusammenfügen von verschiedenen Modulen stellt die Festlegung der Kanten der angrenzenden Module: Angrenzende Kanten, welche zusammengefügt bzw. kombiniert werden können, müssen die gleiche Länge haben.