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Hochhaus-Fassaden: Anforderungen & Lösungen
Ab einer bestimmten Gebäudehöhe verschärfen sich die Anforderungen an den Brandschutz spürbar: Rettungswege sind länger, ein Löscheinsatz von außen ist schwieriger oder gar nicht mehr möglich, und im Ernstfall müssen deutlich mehr Menschen sicher evakuiert werden können. Für die Fassade bedeutet das in der Regel deutlich höhere Auflagen als im klassischen Wohnungsbau.
Warum Hochhäuser besondere Anforderungen haben
Bei Gebäuden oberhalb einer bestimmten Höhengrenze – die je nach Land und Bauordnung unterschiedlich definiert ist – reicht die Feuerwehrleiter im Ernstfall nicht mehr für eine Rettung von außen aus. Entsprechend verschärft sich die Anforderung an die Fassade: Sie darf ein Feuer weder zusätzlich anfachen noch dessen Ausbreitung über mehrere Geschosse begünstigen.
A2 statt B1: die Regel bei Hochhäusern
Während bei niedrigeren Gebäuden häufig ein schwer entflammbares Material (B1 bzw. B-s1,d0) ausreicht, verlangen Hochhausrichtlinien in der Regel die höhere Klasse A2-s1,d0 – ein Material, das nahezu nicht brennbar ist, kaum Rauch entwickelt und nicht brennend abtropft.
Mehr dazu: B1 vs. A2 – was benötigt man wirklich? und Was bedeutet „A2-s1,d0"?
Der Kamineffekt bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden
Gerade bei Hochhäusern mit vorgehängter hinterlüfteter Fassade (VHF) ist der sogenannte Kamineffekt in der Hinterlüftungsebene ein kritischer Faktor: Er kann ein Feuer über mehrere Geschosse hinweg beschleunigen. Deshalb wird das Brandverhalten bei Hochhaus-Fassaden nicht nur am Einzelmaterial, sondern im Systemverbund über Großbrandtests wie BS8414 geprüft.
Mehr dazu: Brandschutz bei VHF-Fassaden
ALUCOBOND® A2 für Hochhausprojekte
Mit dem A2-zertifizierten mineralischen Kern erfüllt ALUCOBOND® A2 die Anforderungen, die für Hochhäuser typischerweise gelten. In Kombination mit nicht brennbarer mineralischer Dämmung wurde das System in vier BS8414-Großbrandtests des BRE geprüft und übertrifft dabei die Anforderungskriterien nach BR135. Zusätzlich verfügt ALUCOBOND® über die relevanten DIBt-Zulassungen. Wir sind uns der komplexen Aufgabe für Architekten und Ingenieure bei der Planung von Hochhaus-Fassaden bewusst und stehen Ihnen mit unseren erfahrenen Techniker:innen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Mehr dazu: [Feuerfeste Platten mit höchster Brandklasse A2-s1,d0] und zu den [Systemlösungen mit ALUCOBOND® für optimalen Brandschutz]
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Ab welcher Gebäudehöhe gelten verschärfte Brandschutzanforderungen?
Die genaue Höhengrenze ist je nach Land und Bauordnung unterschiedlich definiert – ausschlaggebend ist meist, ab wann eine Rettung von außen über die Feuerwehrleiter nicht mehr möglich ist.
Warum reicht B1 bei Hochhäusern in der Regel nicht aus?
Weil Hochhausrichtlinien wegen der erschwerten Rettungsbedingungen meist die höhere Klasse A2-s1,d0 vorschreiben. Mehr dazu in B1 vs. A2 – was benötigt man wirklich?
Welche Rolle spielt der Kamineffekt bei Hochhaus-Fassaden?
Bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden kann die Luftschicht hinter der Verkleidung ein Feuer über mehrere Geschosse hinweg beschleunigen. Deshalb wird das Brandverhalten im Systemverbund über Großbrandtests wie BS8414 geprüft.
Ist ALUCOBOND® A2 für Hochhausprojekte geeignet?
Ja. ALUCOBOND® A2 erfüllt mit seinem mineralischen Kern die für Hochhäuser typischen Anforderungen und ist in Kombination mit nicht brennbarer mineralischer Dämmung in BS8414-Großbrandtests geprüft.